Roverprojekte 2010

17. Februar 2010 von Janika

Lieber Schwarzer Milan,

Die Prüfungsordnung für Ranger und Rover besagt folgendes:

Blaues Tuch

Die Anforderungen an die Pfadfinderstufe müssen erfüllt sein.

1. Du stellst eine Bildreportage, einen Schaukasten oder ein Schaubild zusammen.
2. Du hast ein Projekt im Sinne des Stammes angeleitet (Etwas gebaut, Lager/Fahrt/Fest geplant, Artikel für Zeitung, …)
3. Du planst eine Wochenendfahrt. Beachte dabei Verpflegung, Programm, Anreise und Kosten pro Teilnehmer.
6. Du hast „Scouting for boys“ von Baden-Powell gelesen und kannst den Inhalt zusammenfassen.
7. Du hast an einer Ranger/Roverwache teilgenommen.

Mittlerweile werden bei uns im Stamm nur noch die neuen, zweifarbigen Tücher verliehen. Man erkennt also neuerdings den Unterschied zwischen Pfadi und Rover ;)

Rover entscheiden selbst, wann sie dazu in der Lage sind, ihre Prüfung abzulegen und jede Prüfung kann Schritt für Schritt abgelegt werden – ihr könnt nicht gleichzeitig an einem Schaubild, einem Lager und einem Projekt arbeiten, am besten noch während der Roverwache. Das ist nicht Sinn der Sache.

Viel mehr sollt ihr, herausgelöst aus der Gruppe, euren ganz eigenen Teil zum Stammesleben beitragen. Es soll nicht in Teams gearbeitet werden und ihr sollt eure eigenen Talente und Vorstellungen wahrmachen. Sicherlich müssen eure Vorhaben abgestimmt werden mit den anderen. Ihr könnt z.B. keine Pfadistreife planen, wenn an dem Wochenende schon Stammesthing ist.

Hier ein paar Ideen zu den Projekten:

  • Flohmarkt organisieren
  • Tag der offenen Tür
  • Liederbuchneuauflage
  • Stammesheim
  • Mat aufräumen und katalogisieren
  • Lagerfeuerbuch
  • Stammesfest
  • Elterntag
  • Ausflug (Zoo, anderen Stamm besuchen, …)

Setzt euch rechtzeitig mit euren Projekten auseinander, vergesst das Projekttagebuch nicht, in dem ihr auch eure Ziele und Vorstellungen formuliert und schreibt nach Durchführung auch eine Reflexion.

Passt auf, dass sich eure Projekte nicht überschneiden.

Man darf gespannt sein…

Federtaschenbau

16. Februar 2010 von Janika

Alter: Wölfling – Rover (je nach Herstellungsart)

Kleine Täschchen mit Reissverschluss brauchen wir doch alle – in der Schule als Federtasche, als Portemonnaie, als Waschtasche, als Allzeitbereitpäckchen.

Diese Taschen lassen sich super in der Gruppenstunde herstellen. Gemeinsam macht’s einfach viel mehr Spass und mit Anleitung vom Gruppenleiter geht’s gleich viel einfacher.

Es gibt verschiedene Versionen der Reissverschlusstaschen, wenn ihr auf die jeweilige Überschrift klickt, kommt ihr zur Grundtechnik:

  • Stricken: Wolle, Stricknadeln, Reissverschluss, Nadel und Faden, evtl. Stopfnadel
    Ihr schlagt, je nach Dicke der Wolle (sollte schon einigermassen robust sein), ca. 30-40 Maschen an (Länge des Reissverschlusses beachten!!!) und strickt ein Rechteck, dass ca. 20-30 cm hoch ist, je nachdem, wie gross eure Tasche werden soll.
    Am Ende legt ihr das Strickstück auf Links zusammen und  vernäht die beiden kürzeren Enden jeweils so, dass eine oben geöffnete Tasche entsteht. Dies könnt ihr entweder mit Nähgarn oder gleich mit der gleichen Wolle wie vom Stricken, dann verwendet eine dicke Stopfnadel. Zieht die Fäden gut fest! Dann setzt ihr den Reissverschluss ein und näht diesen mit Nähgarn an.
  • Häkeln: Wolle, Häkelnadel, Reissverschluss, Nadel und Faden
    Ihr häkelt ebenfalls ein Rechteck, dessen Grundfläche so lang ist, wie euer Reissverschluss und so hoch, wie ihr es eben haben möchtet. Mit dem Reissverschluss wird dann so verfahren wie in STRICKEN beschrieben.
  • aus Tetrapacks
  • Filzen
  • Nähen: Stoffreste, Nadel und Faden, Reissverschluss
    Ihr könnt eure Federtasche entweder aus einem einzigen Stoffstück (Stück aus alter Jeans, T-Shirtstoff, alter Kissenbezug, …) nähen oder aus ganz vielen alten Stofffetzen zusammensetzen (das ist allerdings eine weitaus schwierigere Variante). Schneidet euren Stoff in der Länge des Reissverschlusses zu und näht den auf links gekehrten Stoff an den kürzeren Enden so zusammen, dass eine Tasche entsteht. Setzt dann den Reissverschluss ein.

Dekoideen:

Um deine Federtasche noch ein bisschen zu pimpen kannst du folgendes anbringen:

  • Perlen, Glitzersteinchen, …
  • Lustige Knöpfe
  • Anhänger an den Reissverschluss
  • Stoffreste aufkleben
  • Sticken
  • Aufnäher (z.B. getauschte Pfadfinderaufnäher, oder auch Flicken für kaputte Hosen)
  • Lederschnüre

Gruppenleitertipp: Bei Jüngeren müsst ihr mehr Hilfestellung geben als bei Älteren. Achtet auch auf die Schwierigkeit und die Dauer der Herstellung mit den einzelnen Techniken… Vielleicht teilt ihr die Herstellung auch auf 2 oder 3 (aber nicht zu viele – da verliert man ja die Lust, wenn man nie ein Erfolgserlebnis hat!) Gruppenstunden auf und powert die Kinder vorher noch einmal richtig aus!

Viel Spass!

Grundlagen Stricken

16. Februar 2010 von Janika

Wenn man das Wort “Stricken” hört, denkt man vielleicht sofort an dicke Omis, die ihren Liebsten grausige, kratzige Baumwollpullover stricken, am besten mit ganz gruseligen Knöpfen dran. Oder an Klopapierrollenüberzüge mit ner hässlichen Puppe drin…

Jedenfalls: Stricken ist toll! Man kann ein Stück Wolle in ein Kleidungsstück, wie Schal, Socken oder Handschuhe stricken, oder auch “Gebrauchsgegenstände” wie Federtaschen, Stofftiere ooooder eben Klopapierrollenüberzüge bauen.

Und stricken ist auch ganz bestimmt nicht nur was für Mädchen! Ich hab auch schon Jungs mit nem Schal oder Socken gesehen… Socken sind cool :D

Für’s Stricken braucht man nicht viel:

  • 2 Stricknadeln (Die Stärke steht meistens irgendwo drauf)
  • ein Wollknäul (auf dem Etikett steht, welche Nadelstärke am besten wäre)
  • ein biiisschen Geduld

Sicherlich könnt ihr von Mama oder Oma ein paar schicke Wollreste schnorren.

GruLeiTipp: Wenn ihr mit euren Gruppenkindern stricken wollt, bringt am besten selbst noch 2, 3 zusätzliche Nadelpaare und Wollreste mit, ihr wisst ja, wie das ist… Hab’s vergesseeeen…
Und: Spielt vorher irgendetwas, bei dem sich die Watzen einigermassen auspowern.

Und dann geht’s auch schon los. Da ich selbst Linkshänderin bin und es so nette Leute wie eliZZZa gibt, die Strickkurse im Internet anbieten, überlassen wir doch einfach ihr das Wort.

Maschenanschlag

Linke Maschen

Rechte Maschen

GLT: Lasst die Gruppenmitglieder zuerst ein paar Mal die Maschen anschlagen. Ihr selbst werdet sicherlich nicht sonderlich viel zum Stricken kommen in der Gruppenstunde, da ihr so viel Hilfestellung wie möglich geben solltet. Erst wenn das einigermassen gut klappt, lasst sie entweder mit linken oder rechten Maschen beginnen, wie ihr’s besser könnt.
Und was macht man dann mit so einem gestrickten Rechteck? Einerseits könntet ihr daraus Pulswärmer basteln oooder ihr baut daraus, wenn’s gross genug ist, eine Federtasche. Wie das geht, erfahrt ihr HIER.

GLT: Zieht das Stricken nicht zu lange hin – wenn die Watzen keinen Bock mehr haben, hört rechtzeitig auf und macht was anderes – und macht nächstes mal weiter. Schön wär natürlich auch, wenn ihr ein Modell eurer eigenen Strickkünste mitbringt, das motiviert.

Wer noch nicht stricken kann, kann’s ja mit seinem Gruppenleiterteam lernen – die nächste Roverrunde wird dann bestimmt lustig :D

Wenn ihr Linkshänder in der Gruppe habt: Und diese wirklich nicht rechts stricken lernen wollen/sollen (ich z.B. kann das wirklich nicht…) strickt vor dem Spiegel. Kein Scherz, das funktioniert blendend!

Wer das Ganze noch einmal im Bilderformat braucht, kann das z.B. auf Kikis Web finden.

Neue Wölflingsmeute am Montag!

15. Februar 2010 von Janika

In unserem Stamm gibt es eine neue Kindergruppe, die von Vanessa und Markus geleitet wird!

Wenn du zwischen 7 und 9 Jahren alt bist und Lust auf Spielen, Basteln, Singen und vorallem viele Abenteuer hast, komm doch einfach einmal vorbei! Die noch namenlose Wölflingsmeute trifft sich jeden Montag um 17-18:30 Uhr auf der Empore der Kirche St. Peter zu Krempe.

Wenn ihr Likedeeler Freunde/Bekannte/Geschwister/Cousinen/Cousinen 4. Grades/usw. habt, die in dem Alter sind, schlagt denen doch einfach mal vor, vorbei zu kommen!

Pfadfinder in Haiti

3. Februar 2010 von Janika

Liebe Likedeeler,

am 12.1.10 gab es in Haiti (das liegt auf einer Insel südlich von den USA) ein schreckliches Erdbeben (das schlimmste seit 200 Jahren dort!), bei dem ca. 200.000 Menschen starben und 250.000 verletzt wurden.

1.500.000 Menschen sind nun ohne Bleibe, weil ihre Häuser zerstört wurden.

Bild von United Nations Development Program*

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie schlecht es den Menschen – unter ihnen natürlich auch Pfadfinder – nun geht.

Bei CNN, einem amerikanischen Fernsehsender, kann man HIER lesen, wie sie trotzdem, auch wenn sie, wie viele andere, alles verloren haben, anderen Menschen helfen.

Für diejenigen, die (noch) nicht so gut Englisch können, eine kleine Zusammenfassung des Textes:

Joanie Yestin, 23, war gerade von der Arbeit bei einer Radiostation in Léogâne nach Hause gekommen und wollte ein Bad nehmen, als sie das Beben bemerkte und sich gerade noch mit ihrer Mutter retten konnte. Nach der Erschütterung fanden sie ihren Vater unter einem Betonblock, er starb an Ort und Stelle.

Nach seiner Beerdigung auf einem freien Feld, fragte sich Joanie, was sie für ihre Seele und ihre gebrochene Nation tun könnte: Sie zog ihr aus den Trümmern gerettetes beigefarbenes Pfadfinderhemd und den dazugehörigen Rock an und streifte ihr grünes Tuch über, genau wie viele andere der fast 10.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Haiti.

Es sei wichtig, dass auch Haitianer an den Bergungsarbeiten beteiligt seien, sagte Georges Clement, der Pfadfinderleiter in Léogâne, sie wollten ebenfalls helfen.

Aber auch, wenn Yestin fest entschlossen ist, zu helfen, ist es nicht so einfach für sie und ihre Pfadfindergruppe. in Baussan, einem Ort nahe Léogâne, ca. 30 Meilen westlich von Port-au-Prince, verteilen die Pfadfinder Hygieneartikel, die von CARE, einer Hilfsorganisation, herbeigeschafft werden.

Yestin und ihre Freunde begannen ein Lied über das Miteinander zu singen und sie lachte mit den anderen, von denen ebenfalls kein einziger von dieser schrecklichen Tragödie verschont blieb. Die meisten verloren Familienmitglieder oder ihr zu Hause. Tagsüber sind einige in der Schule, nachts schlafen sie unter freiem Himmel.

Sie sagt, es sei Gottes Wille gewesen, dass ihr Vater sterben musste und sie tue ich bestes, um anderen zu helfen. Denn genau dazu sei sie in den fünf Jahren bei den Pfadfindern erzogen worden. Und bis jetzt habe sie nie die Gelegenheit dazu gehabt, anderen zu helfen.

Bild von United Nations Development Program*

Weitere Links zum Thema:

*Fotostream von United Nations Development Program

Thinking Day 2010: “Warum werde ich nicht satt?”

28. Januar 2010 von Janika

„Warum werde ich nicht satt?“ – Die Postkartenaktion zum Thinking Day 2010.

Am 22. Februar feiern Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit den Thinking Day und erinnern damit an den gemeinsamen Geburtstag von Robert Baden-Powell und seiner Frau Olave.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Ringeverbände BdP, DPSG, PSG und VCP sowie aus Österreich, Liechtenstein und der Schweiz feiern diesen Tag auch dieses Jahr mit einer gemeinsamen Postkartenaktion. Ihr gestaltet eine Postkarte für jemanden und bekommt auch eine Postkarte am Thinking Day zurück.

Einen Flyer mit weiteren Informationen zum Thinking Day und dem Postkartenvordruck habt ihr mit der letzten anp bekommen. Alle Informationen findet ihr auch noch mal unter www.thinkingday.de. Dort kann man sich noch bis zum 31.01.2010 für die Teilnahme registrieren.

Die diesjährige Aktion steht unter dem Motto „Warum werde ich nicht satt?“ und widmet sich der Bekämpfung von Hunger und Armut – weltweit, bei uns in Deutschland und in uns selbst.

Macht mit und zeigt, dass ihr Teil der weltweiten Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung seid.