Geschichte

2005

Mit Gina Jepp, Astrid Drenkhahn, John Lüders und Janika Frunder entstand 2005 eine neue Generation von Betreuern, die auf die in der Gemeinde traditionellen Konfir-Fahrten mitfuhren, um die Pastoren bei ihrer Arbeit mit den Jugendlichen zu unterstützen.

Nöle als Teamer im Einsatz

Nöle als Teamer im Einsatz

Astrid und Janika waren kaum konfirmiert und hatten ihre eigene Konfirfahrt hinter sich, die ihnen allerdings nicht allzu viel Spaß gemacht hatte. Die Hütten in Osterlüchten waren damals noch nicht renoviert, die Betreuer Rebecca und Karen gingen ihnen eher auf die Nerven und das Programm war auch weniger spannend bis auf den Teil, als Schuldbriefe geschrieben und anschließend verbrannt wurden. Man glaubt es kaum, aber es wurde der Fernseher angeschmissen und die „70er Jahre Show“ geguckt.

crest als Teili bei einer Konfirfahrt 2006

crest als Teili bei einer Konfirfahrt 2006

Astrid und Janika hatten den Willen, nicht nur herum zu mosern, sondern es besser zu machen und meldeten sich zu einer weiteren Konfirmandenfahrt an, um mit zu helfen. Es blieb allerdings nicht bei einer einzigen. Parallel dazu hatte Pastor Hellmann aus Süderau Gina und John mitgebracht, sodass ein erstes Team der zweiten Generation Helfer entstand. Bald wurde dieser Kreis um weitere Interessierte erweitert und ein Aufschwung in der Jugendarbeit begann. Rainer Jungnickel stieß als Jugendpastor für Kremperheide und Krempe dazu und brachte frischen Wind in gerade wachsende Jugendarbeit.

In Krempe entstand eine Jungschar unter der Leitung von Janika „navi“ und Astrid, später auch Nele „nöle“ Rath. Diese sprach eine Gruppe von 7-14 Jährigen an und traf sich immer freitags im Gemeindehaus, um zu spielen, zu basteln und zu singen. Oft half auch Rainer aus, um das Programm noch etwas aufzulockern. Das Krippenspiel wurde eingeübt und vor versammelter Gemeinde vorgeführt.

2006

Auch in Kremperheide, einem nahegelegenen Dorf gab es schon ehrenamtliche Helfer und ein Jahr später boten Rainer und Silke Langkau einen Juleica-Kurs an, bei dem viele spätere Pfadfinder dabei waren. Als ausgebildete Gruppenleiter konnten die Teamer auf den Konfirmanden-Fahrten, die weiterhin stattfanden, besser agieren und auch der Jungschararbeit kamen die Fähigkeiten zum Einsatz.

Teilnehmer:

Teilnehmer: fels, navi, nöle, Maik, Yannic und Elke, der Ballon

2007


Lea „felsenheimer“ Arndt, Stella Strüven, Nele „nöle“ Rath und Janika „navi“ und Arne „grobi“ Frunder nahmen vom 6.-10.5. 2007 am Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln teil. Dort entstand früher oder später die Idee, einen Pfadfinderstamm zu gründen und die bisherige Jungschararbeit zu beenden. Dies hatte viele Vorteile gegenüber der alten Jungschararbeit: Nachwuchs, altersgerechte Gruppen und Inhalte, internationale Beziehungen, etcpp. Die Methode Pfadfinderei schien uns schlüssig und spannend. Doch erst einmal mussten die zuständigen Pastoren und die Gemeinde von dieser Idee überzeugt werden, denn es war uns klar, dass wir weiterhin eine christliche Jugendarbeit betreiben wollten. Die Pfadfinderei würde uns dabei Methoden, Rahmen, Ziele und Inhalte geben.

Bereits am 15.-16.06. fand ein „Pfadi-Probelager“ statt. Wir liehen uns eine Jurte vom Nachbarstamm Steve Biko in Glückstadt und für viele Kinder der Jungschar war es spannend, in einem Schwarzzelt mit Feuer zu übernachten.

dssd

Fotoralley beim „Probelager“: Janika, Lea, Svenja, ?! und Nöle

Es gab viele Skeptiker, doch was die Pläne vom Mai 2007 angeht: Sie wurden genau einen Monat später, am 23.6.2007 in einer selbstständigen Runde von Helfern und Interessierten umgesetzt: Der Stamm wurde gegründet. Anwesend waren Lea „felsenheimer“ und Bent Arndt, Nele „nöle“ Rath, Gina und Jana Jepp, Arne „grobi“ und Janika „navi“ Frunder, Alina „turtok“ Krajewski, Yannic Köhler.

Wir saßen im Gemeindehaus in der Hökerstraße in Krempe auf dem Fußboden, aßen Kekse, tranken Milch und diskutierten über den zu gründenden Stamm. Wir klatschten Applaus, als wir endlich feststellten, dass hier und jetzt eine neue Ära der Jugendarbeit beginnen würde.

Zwar gab es noch keinen Namen und auch keine festen Strukturen, nur die Richtung war schon klar. Man hatte sich viel mit der Pfadfinderei beschäftigt und war sich einig, man wollte christlicher Pfadfinder werden. Als Protestanten trafen wir die Wahl gegen den Ring Evangelischer Gemeindepfadfinder und für den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Es sprachen viele Gründe für den VCP und eher wenige für den REGP. So stellten wir unser Konzept den Pastoren der Umgebung vor, welche ziemlich imponiert waren von unserem Tatendrang.

In den Sommerferien wurde mächtig gebüffelt und Kontakte geknüpft. Doch auch beim Ereignis des Jahres, Scouting’s Sunrise, am 1.8.2007 waren wir mit dabei. Wir legten in einem kleinen Kreise unser Pfadfinderversprechen ab und die ersten Halstücher wurden verliehen. Gleichzeitig mit allen anderen Pfadfindern auf der ganzen Welt am Scouting’s Sunrise. Das war ein perfekte Einstieg und gleich nach den Sommerferien ging’s mit den Sippen los. Es wurden fünf Gruppen (Phoenix Süderau, Alopex, Arrakis, Cassiopeia, Schwarzer Milan) gegründet und Vorbereitungen für eine sechste Gruppe in Kremperheide liefen, scheiterten leider schon Anfang 2008.

Nöle am Scoutings Sunrise

Nöle am Scouting’s Sunrise

Startschwierigkeiten hatten wir dennoch nicht, wenn man bedenkt, dass wir am 1. September 2007 kollektiv mit zehn Personen auf dem Landesrat III in Kiel auftauchten, um uns vorzustellen und die vorläufige Anerkennung zu bekommen. Im Oktober besuchten Kefin und Jana den Grundkurs des VCP-SH und kamen topmotiviert zurück. Auch das Krippenspiel und den Weihnachtsmarkt ließen wir nicht aus, ein Jugendgottesdienst wurde geplant und einige Anspiele in wichtigen Gottesdiensten vorgeführt. Die Akzeptanz in der Gemeinde wuchs. Und als unser Gemeindehaus verkauft wurde, zogen wir mit um: In die neurestaurierte Kirche. Auf der Empore fanden unsere Gruppenstunden statt und wir nutzten auch den Rasen vor der Kirche: Ein super Platz, um Zelte aufzustellen!

2008

Im Februar wurde nun zum ersten Mal der Thinking Day gefeiert. Am 22.02. gingen wir alle in Kluft gekleidet zur Schule und feierten nachmittags unsere zweite Versprechensfeier. Damals gab es noch keine Prüfung, sodass die Wölflinge und einige Pfadfinder ihr Tuch sozusagen „auf Probe“ bekamen und in einer späteren Prüfung noch einmal beweisen mussten, dass sie es auch verdient haben. Wir sangen einige Lieder und hatten ein großes Buffet. Seit 2008 finden auch regelmäßige Stammesräte statt.

Im Frühling 2008 besuchten Lea „mulli“ Schwartkop und Svenja „maffin“ Kleen (Arrakis) als erste Likedeeler den Vorkurs und waren begeistert.

Es folgte zu Pfingsten unser erstes Landeslager. Das Thema war damals Mittelalter und im Teillager „Thalis“ konnten wir sogar das Zepter des verstorbenen Königs finden. Viele hat dieses Lager sehr imponiert und auch inspiriert. Einigen wurden jetzt erst die ungefähren Ausmaße der Pfadfinderei klar.

Wie auch im Vorjahr schlossen wir uns in Sachen Sommerlager ganz der Leitung Silke Langkaus (Diakonin in Kremperheide) an: Wir fuhren an den Brahmsee zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde. Dort kam der Titel „Nichtschwimmer“ für die „Nichtpfadis“ auf. Unter dem Motto „Love, peace and music“ verbrachten wir unser Hippie-Lager unter anderem damit, die erste Tuchprüfung nach Prüfungsordnung, die beim Frühjahrsthing beschlossen wurde, durchzuführen. Sylvia, Bea, krebs und küken (Alopex), sowie mulli und maffin (Arrakis) und crest (Cassiopeia) bestanden. Frei nach dem Motto „Mit Duft zum Erfolg“ wollten crest, fiep, turtok, felsenheimer und navi zum Brahmsee hajken. Das lief auch solange gut, bis navi im Moor umknickte und sich einen Bänderriss zuzog. Sie schafften es immerhin bis Kellinghusen.

Im Herbst fuhren crest und grobi zum Grundkurs, der unter anderem auch von navi geteamt wurde. Dieser Grundkurs war für die beiden ein einschneidendes Erlebnis. Noch in Quickborn wurden Pläne geschmiedet für den Stamm. Der legendäre Stimmungstrupp (HEMMUNGEN!) trieb sein Unwesen und die Falken aus Leck werden nie wieder bei ihrem eigenen Namen, sondern nur „Leckermäulchen“ genannt werden.

Im November hatten wir einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt. In dem Jahr lief es um einiges geordneter als im vorigen Jahr. Jede Sippe hatte etwas vorbereitet, das verkauft werden sollte. So hatten wir Kerzen, kleine Kekshäuser und Stockbrot. Eine besondere Aktion war eine Versteigerung, die die Sippe Cassiopeia angezettelt hatte: Ein großes Lebkuchenhäuschen wurde für einiges an Geld an den Mann gebracht. Insgesamt war es eine lohnenswerte Aktion, bei der die Stammeskasse wirklich erheblich aufgebessert wurde.

Auch in der Weihnachtszeit nahmen wir an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teil, bei dem jede Sippe zwei Schuhkartons für Kinder in osteuropäischen Ländern packte. Leider war die Frau von der Annahmestation nicht zu Hause, sodass wir die ganzen Kartons bei der Nachbarin abluden. Eine freudige Überraschung kam dann aber, als die nette Frau uns nachträglich bei den Proben zu unserem Krippenspiel besuchte mit einem großen Korb voll Leckereien.

Zu Weihnachten führten wir Likedeeler wieder ein Krippenspiel auf. Die Betonung liegt auf „eines“, denn so eine Aktion wie im letzten Jahr wollten wir uns nicht noch einmal aufladen. Krippenspiel in vier Gemeinden war einfach zu viel. 2008 führten wir ein sehr traditionelles Stück auf, für das wir durchweg positive Rückmeldung bekamen. So etwas muntert auf!

2009

Das Jahr begann mit einem Dankeschön der Stammesleitung an alle Teilnehmer am Krippenspiel: Bei einem Casinoabend, bei dem sich alle in Schale geschmissen hatten, starteten wir in ein neues Likedeeler-Jahr.

Im zweiten Jahr unseres Pfadfinderstammes richteten wir bereits die Landesversammlung aus, bei der wir endgültig als VCP-Stamm anerkannt wurden. Besonders fiep, die nach ihrem Aufenthalt in Finnland in die stellvertretende Stammesleitung wechselte und fortan mit navi die Jupfi-Sippe Arrakis leitete, ist der reibungslose Ablauf zu verdanken.

Im Mai 2009 fuhren fiep, felsenheimer, crest, navi und turtok zum DEKT nach Bremen und waren damit Teil der VCP-SH-Helfer-Delegation. Spannend waren wohl auch die Tage für die beiden Jungpfadfinder mulli und maffin (Arrakis), die mit Pastor Jungnickel und den Münsterdorfern als Teilnehmer nach Bremen fuhren.
Die Helfer hatten ihren Arbeitsplatz im AWD-Dom, so mussten unter anderem die Eingänge und Treppen bewacht werden und auch der S1-Rang war fest in Likedeeler-Händen mit crest als Funker. Am Presseausgang trafen wir unter anderem Helmut Schmidt und Wolfgang Schäuble.

Ein Wochenende später fand schon das Pfingstlager 2009 in Tydal statt. Motto war Olympia und die Pfadfinder traten in verschiedenen Disziplinen (Gummistiefelweitwurf, Kothenwettaufbau, etc.) gegeneinander an. Beim Singewettstreit wurde Felsenheimer 2. und Arne 3. Außerdem wurden zum ersten Male eine richtige Likedeeler-Taufen durchgeführt. Hanna erhielt den Fahrtennamen fiep und Liesbeth hört fortan auf turtok. Diesen Namen hat sie ihrem Erfolg beim Schubkarrenrennen zu verdanken. Mit unserem „Likedendeeler II“ wurden wir immerhin 3.

Am 27.06.2009 wurden Dana, Ruth, Emmy (Alopex), Peter, Markus, Jonas (Arrakis) und Pascal (Cassiopeia) tuchgeprüft. In den vier Kategorien Lager und Fahrt, Natur und Umwelt, Pfadfinderei und Jugendbewegung und Christliches wurden sie sowohl schriftlich bzw. mündlich als auch praktisch geprüft. Alle sieben bestanden und konnten am nächsten Tag, dem Piratenfest, ihr Versprechen ablegen.

Da wurden zum ersten Mal grüne Tücher an die Jungpfadfinder Jonas und peter verliehen.

Im Herbst nahmen Vanessa, fiep und fels am Grundkurs teil und navi verschwand als Austauschpfadi nach Belgien und schied somit aus der Stammesleitung aus.

Auch in diesem Jahr wurde ein Krippenspiel unter der Leitung der Likedeeler aufgeführt. Es handelte sich um ein sehr modernes Stück, für das lange geübt wurde und aufwendige Kostüme erstellt wurden. Auch beim Weihnachtsmarkt waren wir wieder präsent und das Friedenslicht holten wir auch dieses Jahr aus Kiel ab und verteilten es in der Gemeinde.

2010

Traditionell begann das Jahr mit einer Dankeschönaktion für alle Beteiligten am Krippenspiel, die mit viel Mühe und Engagement ein tolles Stück auf die Beine gestellt hatten: Lecker Pizzaessen auf dem Hof Schwartkop!

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