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Pfingstlager 2014 – in der Zauberschule

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Hokus,Pokus und Fidibus! Ganz nach dem Motto waren wir letztes Wochenende auf dem diesjährigen Pfingstlager in Tydal mit rund 700 Teilnehmenden.

Da kommen alle zusammen. Alt, jung, erfahren oder Quereinsteiger aus ganz Schleswig-Holstein treffen sich um ein paar tolle Tage miteinander zu verbringen. Das Thema lautete „Zauberschule Treenenstein“, weshalb wir alle so verrückt wie möglich rumgelaufen sind und uns gegenseitig verhext haben.

Ein 1, 90 Meter groß Kerl im Rock, der munter durch die Gegend tanzt, war nur für wenige etwas Besonderes. Doch großes Entsetzen kam auf, als die Magier vom Zabereiministerium auftauchten und unsere Schule schließen wollten. Im Laufe der Tage mussten wir diese dann davon überzeugen, wie toll dieser Ort für wissbegierige, junge Zauberer wie uns doch ist.

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Wir hatten Unterricht, in dem uns die mysteriöse Hellseherin crestina die Zukunft mithilfe von Gummibärchen las, oder wir den Blütenschleim der blauen Mondblume extrahiert haben. Auch unsere Besen kamen nicht zu kurz, und am Ende war jeder mit einem bunten Exemplar beim Quidditchturnier unterwegs. Ganz besonders überzeugt hat dabei der „Rainbow Warrior 123“.

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Während die Pfadfinderstufe tagsüber damit beschäftigt war, das Ministerium dazu zu bewegen, die Schule nicht zu schließen, versuchten die Ranger und Rover nachts den illegalen Schmuggel mit Zauberwesen in den Griff zu bekommen, die wohl teilweise von den Wölflingen entworfen worden waren.

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Natürlich hat unser Stamm auch wieder am legendären Bannerklau teilgenommen und ganz ohne Zauberei den Banner der Falken aus Leck erobert und ihn gegen einen Flauschiball eingetauscht.

Die Weißen Haie haben beim gemütlichen Stammesabend ihre Jungpfadfindertücher verliehen bekommen und starten jetzt in einen neuen Abschnitt ihres Pfadfinderlebens. Ein ereignisreiches Lager, nicht zuletzt weil Bea, Nico und Ruth getauft wurden. Unsere Lebensmittelfarbe liebende Bea heißt jetzt smrf, der Nussliebhaber wurde auf skrät getauft und ich habe bei meinem Sprung ins Wasser direkt dem Spitznamen knax alle Ehre gemacht.

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Am Sonntag fand dann auch noch ein Pfingstgottesdienst statt, bei dem zwei junge Pfadfinder (christlich) getauft wurden. Außerdem haben wieder viele begabte Leute beim Talentwettbewerb mitgemacht, so auch unsere Lieblingssängerin shanty. Gemeinsam mit einigen anderen Pfadis hat sie ihr Cover von „I see fire“ zum Besten gegeben.

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Montag war die Stimmung leider nicht mehr so gut. Aber das lag nicht daran, dass das Programm oder die Leute nicht toll waren, sondern an der Tatsache, dass wir wieder nach hause mussten. Niemand wollte gerne gehen, aber nach dem Abschlusskreis mit all unseren Freunden der letzten Tage war es Zeit für den Abschied.

Die letzten Sachen wurden verladen, unser Zeltplatz von der technischen Lagerleitung abgenommen und jeder bekam sein Badge zu diesem Pfingstlager. Eine tolle Erinnerung, doch jeder denkt jetzt schon an nächstes Jahr. Denn dieses Wochenende ist immer wieder ein Highlight der Pfadfinderei.

 

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Pfila 2014 auf der Zauberschule Treenenstein

Pfingstlager – die beste Beschäftigung an Pfingsten seit es Pfadfinder gibt!

Dieses Jahr besuchen wir die Zauberschule Treenenstein, um in verschiedenen Zauberfächern ausgebildet zu werden – und den begehrten Hauspokal zu gewinnen!

Hier findet ihr den aktuellen Tagespropheten mit den neuesten Neuigkeiten von Treenenstein! Wusstest du z.B. schon, dass TSTS (Tydal sucht talentierte Schüler) noch Kandidaten sucht? Kannst du toll singen? Zaubern? Tanzen? Kennst du besonders lustige Witze? Dann melde dich auf dem Lager an!Auch den Text zur Schulhymne, die shanty geschrieben hat, findest du im Tagespropheten. Hier kannst du das Lied anhören und schon einmal üben!

Eure Gruppenleitungen verteilen euch demnächst die Anmeldungen und weitere Infos zum Lager. Und wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Likedeeler mitkommen und sich diesen Spaß nicht entgehen lassen! Wenn du noch eine beste Freundin oder einen Cousin 3. Grades hast, der noch nichts vorhat über Pfingsten, bring den ruhig mit! Je mehr wir sind, desto lustiger wird’s!

Das Pfilateam besteht dieses Jahr aus den topmotivierten maffin, fels und navi, die euch köstlich verwöhnen werden und Entertainment allererster Güte bieten – und das nicht nur beim Frühstück!

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Bitte denkt an adäquate Zauberkleidung! Auf Burg Treenenstein ist derzeit quietschbunte und absolut verrückte Mode angesagt. Also plündert eure Kleiderschränke und kombiniert Blumen mit Karos und Hawaiiketten zu Wollsocken! Auch euren Zauberstab solltet ihr nicht vergessen! Sofern ihr ihn nicht in eurer Gruppenstunde bastelt, könnt ihr zu Hause kreativ werden. Einhornhaar und Zwergenzähne zur Aufwertung eurer Stabkreationen habt ihr sicherlich auf Vorrat (meistens bei der Weihnachtsdeko…).

Ansonsten könnt ihr euch auf träumerische Singerunden am Lagerfeuer, eine Menge leckeres Essen, verwunschenen Tschai, eine stimmungsvolle Versprechensfeier, die ein oder andere Überraschungsaktion und entspannte Tage freuen. Das wird gut!

PS: Menüwünsche dürft ihr gerne in die Kommentare schreiben!

Kindersommerlager 2013 – Ab ins All

Ab ins All, so war das Motto für das Kindersommerlager 2013. Anka und shanty waren als Betreuer mitgekommen. Mia, Maike, Lukas und Jan-Niklas sind am Montag total aufgeregt angekommen. Anka und shanty waren schon Sonntag da, um mit crest und Nico die Jurte aufzubauen.

Als also alle am Weltraumbahnhof in Hohenlockstedt angekommen waren und die Jurte eingerichtet hatten, gab es erstmal einen Rundgang auf dem Weltraumbahnhof, da wir dies gewonnen hatten. Alle hatten einen Ausweis bekommen, um auf diesem Bahnhof sein zu dürfen. Doch dann wurden drei Aliens gesichtet die durch das Warp-Portal ganz ausversehen in Hohenlockstedt gelandet sind. Und da die kleinen Aliens Heimweh hatten, mussten wir sie natürlich zu ihrem Heimatplaneten bringen. Wir mussten so schnell wie möglich eine Astronautenausbildung machen, um Kapitän Klecks auf der Reise zu unterstützen. Wir gingen alle in die Giga-Jurte um das Raumschiff zu starten. Rauch stieg auf, bunte Lichter haben geleuchtet und laute Musik hat gespielt, wir sind gestartet.

Die nächsten Tage haben wir also ,damit verbracht die drei Aliens nach Hause zu bringen. Wir waren in der Planetariumsjurte , wir haben ein Spaceballtunier gespielt und sind den Pfad der Sinne gelaufen. Außerdem hatten alle Spaß beim häufigen Fußballspielen, auch gegen andere Stämme. Den Stammesabend haben wir haben wir mit Steve Biko gefeiert. Das war sehr lustig und amüsant, denn es gab Stockbrot und zwei verschiedene Tschaisorten: die von uns Likedeelern und die von Steve Biko.

Am letzten Tag gab es dann ein großes Fest mit Kinderschminken, großes Basteln und Modenschau. Unsere Top-Alien-Models Mia und Maike haben den 3. Platzt belegt und durften die Aliens mit nach Hause zu ihren Nestern begleiten.

Es war ein sehr schönes Lager und alle freuen sich schon auf das nächste KISOLA.

Gut Pfad

shanty

Pfila 2010 – So war’s

So, das Pfila 2010 ist gelaufen und neben dem traditionellen Bericht (fiep wird da kreativ werden) und Fotos (Nichtschwimmer Anka hat ordentlich geknipst :)), gibt’s natürlich wieder das Feedback im VCP-SH Forum.

Wer dort noch nicht angemeldet ist, sollte das mal schnellstens tun und sich an den Diskussionen beteiligen! Die Lagerleitung freut sich über jegliches Feedback, versprochen!

Und für die ganz schnellen unter euch gibt’s schon die Planungen für’s Pfingstlager 2011.

Piraten Ahoi! – Sommerlager 2009

Moin Likedeeler,

so schnell verging die Zeit – das Sommerlager 2009 am Brahmsee ist schon wieder vorbei. Vom 22.-29.08. verbrachten wir mit 17 Teilnehmern und vier Betreuern tolle Tage mit viel Spaß und Abenteuern.

turtok und mulli

turtok und mulli

Gleich zu Beginn wurden wir von Störtebeker begrüßt, der sich entschlossen hatte, eine Piratenmannschaft aufzustellen und mit ihnen die Weltmeere unsicher zu machen. Zusammen mit seinem besten Freund und Saufkumpanen Gödeke Michels begann die Crew, den Schatz des Schwarzbart zu suchen. Das Problem war nur, dass sich die beiden Piraten Gödeke und Störtebeker gestritten hatten, sodass die Karte geteilt wurde. Nach einem Unentschieden bei dem Geländespiel „Zöllner und Schmuggler“, erhielt ihre Freundschaft aber eine neue Chance und die geteilte Karte konnte dann auch wieder zusammengefügt werden. Dumm nur, dass immer noch ein Teil fehlte. Und zwar der mit dem Kreuz!

Sippe Arrakis - Delegation kurz vor British Bulldog

Sippe Arrakis - Delegation kurz vor British Bulldog

So musste sich die Mannschaft den dritten Teil beim Schrecklichen Sven abholen und weitere schwierige Aufgaben erledigen. Als sie endlich am Ziel waren, fanden sie zu ihrer Schande einen Brief von der Hanse, dass diese wieder einmal schneller gewesen sei. Sie forderten die Likedeeler aber zu einem Duell zu Wasser auf. Die furchtlosen Piraten setzten sich also in die Kanus und warteten, bis auf ein paar anderere Ruderer ließ sich allerdings niemand blicken. So verbrachten wir einen schönen Tag am Strand. Zu erwähnen ist da natürlich noch die Crew um Markus, die mitten auf dem See kenterte. Aber Markus zeigte uns mal wieder, was ein echter Pirat ist und biss die Zähne zusammen, sodass alle ohne weitere Schäden das sichere Ufer erreichten. Sogar das Kanu brachte er noch mit!

Die Hanse meldetete sich dann wieder und es kam schließlich zum Duell im Wald. Der Wimpel sollte von einem Lager zum anderen gebracht werden und wessen Lebensbändchen zerrissen war, brauchte ein neues. Die Hanse lieferte sich einen erbitterten Kampf und musste am Ende aufgeben, sodass der Schatz endlich gesucht werden konnte. Störtebeker und Gödeke, die gefangen genommen waren, wurden schließlich freigelassen und konnten sich ebenfalls über die fette Beute freuen: Schokolade und Lageraufnäher.

Boah, voll schön! Viel schöner als Gold!

Neben dem täglichen Schwimmen im See spielten wir allerlei Geländespiele im Wald und auf dem Gelände (Zöllner und Schmuggler, Wimpelklau, Dreibock, Teamer-Such-Spiel), es gab eine Andacht am Donnerstag Morgen und natürlich die traditionellen abendlichen Werwolfspiele, wenn die Jüngeren schlafen gegangen waren und von Markus ihre tägliche Dosis „Momo“ (Michael Ende; „Was schon vorbei?!“) bekamen.

Über die Planke geschubst worden und somit getauft sind auf diesem Lager Svenja auf „maffin“, Lea auf „mulli“, Janika auf „navi“ und Arne auf „grobi“.

maffin wird von fiep getauft!

maffin wird von fiep getauft!

Nach einem „Echte Kerle Workshop“, bei dem jeder mal Holzhacken durfte, endete der Abschiedsabend mit einem riesigen Lagerfeuer mit Stockbrot, Tschai (beschworen von mulli und maffin) und Liedern.

Euch brennt doch der Helm!

Deko vom Piratengottesdienst

Deko vom Piratengottesdienst

Samstag wurde alles zusammengepackt und noch ein letztes Bad im See genommen, bevor alle von ihren Eltern abgeholt wurden.

Insgesamt war es ein wunderschönes Lager, bei dem wir sogar noch Glück mit dem Wetter hatten, denn das wirkliche Unwetter begann erst, als wir schon fast weg waren.

Fotos gibt’s hier zu sehen!

Kommentare sind erwünscht, Likedeeler!

Gut Pfad,

navi

Bula 2010 – Leinen los, auf zu neuen Abenteuern

Wer? Wie? Wann? Wo? Was?

Das erste VCP Bundeslager, an dem wir als Stamm teilnehmen werden, findet vom 26.7.-7.8.2010 auf dem Jugendzeltplatz in Almke bei Wolfsburg statt.

Bundeslager bedeutet, dass nicht nur eine Gruppe, ein Stamm oder ein Land zusammen ein Lager veranstaltet (unser Pfingstlager ist z.B. ein Landeslager, sämtliche Stämme aus SH nehmen daran teil!) sondern dass der gesamte VCP, also alle Stämme aus Deutschland, zusammenkommen. Alle vier Jahre findet so ein großes Lager statt.

Der Zeltplatz besteht zum einen aus dem Jugendzeltplatz Almke und noch weiteren angrenzenden Flächen statt, die zugepachtet wurden. Zu beiden Seiten sind Wälder die natürliche Grenze.  So stehen uns ca. 25 ha zur Verfügung. Wenn ihr euch die Lokalitäten schon einmal ansehen wollt, findet ihr hier die Homepage. Links auf der Karte ist Wolfsburg makiert.

Die Geschichte zum Lager

Havarie vor Halycon

„Die Nesaja sitzt fest? Unser Forschungsschiff? Unmöglich!“ Das Echo dieser Worte hallte noch wider im Ratssaal. Hier hatte sich die Hanse der Inselstädte des Sees Lupusmaniero versammelt. Eigentlich ging es darum, wie die wachsenden Kosten für den Ausbau der Schifffahrtsrouten angemessen auf die verschiedenen Länder verteilt werden sollten. Dies war dringend nötig, da schon jetzt der Verkehr zwischen den Inseln über die schmalen Fahrrinnen kaum zu bewältigen war. „Außerdem brauchen wir diese Routen,“ hieß es an einem Ende des Tisches, „da der Handel sich überhaupt nur noch rentiert, wenn man Schiffe mit mehr Tiefgang und Laderaum einsetzt.“ – „Wieso sollen wir dann für eure Schiffe zahlen?“ kam es vom anderen zurück. Die Beratungen drehten sich also gerade im Kreis, als der Bote mit der Nachricht in den Saal gestürmt kam. „Kein Zweifel!“ setzte er nach, „sie haben uns mit einem Spiegel ihre Havarie signalisiert. Sie sind vor der Insel Halycon aufgelaufen, aber es geht ihnen gut.“

„Aber das ist eine gut befahrene Route, nur ein kompletter Narr könnte da ein Schiff auf den Grund setzen,“ meinte eine Ratsfrau. „Vielleicht hat sich ja der Seegrund geändert und dort sind jetzt Untiefen,“ gab ein Ratsherr zu bedenken. „Vielleicht ist doch etwas dran an dem Gerücht, dass der See schrumpft,“ meinte jemand anderes. Sofort brach der Tumult los. Diese alte Geschichte tauchte immer wieder auf, meist wenn eines der Ratsmitglieder diese oder jene Seeroute nicht bezahlen wollte, manchmal aber auch, weil einer am Tisch wirklich besorgt war über den Zustand des Lupusmaniero.

Bisher wurde diese wirre Meinung jedoch meist mit ein paar entschlossenen Worten über die Notwendigkeit des Handels zum Schweigen gebracht. Schon früh hatte sich jede Stadt auf das spezialisiert, was sie am besten konnte: die eine Stadt konzentrierte sich auf Handwerke aller Art, eine andere war die Heimat von Entdeckern, eine weitere die der Gelehrten, und die andere bewahrte das Wissen in ihren Bibliotheken, Wolle und Stoffe fand sich hier, Getreide, Früchte und andere Nahrung dort, sogar für das Kochen, die Entspannung und die Unterhaltung mit Musik oder Theater gab es jeweils eine Stadt. Sie alle verband der Handel und der Tausch – das „Große Rad der Inselstädte“, das sich beständig drehte: Denn alles was die eine Stadt nicht hatte, bekam sie aus den anderen Städten schneller und günstiger, als wenn sie selbst versucht hätte, es herzustellen. Die Hanse hielt dieses Rad am Laufen. So war es seit Generation gewesen und zwar zum Besten aller. So schien es.

Aber bisher war die Nesaja auch noch nie auf eine Sandbank fast in der Mitte des Sees getroffen. Also ließ man aus der alten Bibliothek die Aufzeichnungen früherer Reisen der Nesaja, alle Berichte und Karten über den Lupusmaniero und sein Umland zusammentragen, um diesen Streit ein für alle mal beizulegen.

Je länger jedoch die Frauen und Männer des Rates über der Geschichte der Hundert Inseln brüteten, Tage und Wochen, desto mehr schwanden ihre Zweifel. Schon in frühester Zeit waren Siedler den großen Flüssen aus dem Gebirge gefolgt und hatten sich an den Ufern des Lupusmaniero niedergelassen. Von dort lenkten sie ihre Boote an Klippen und Untiefen vorbei zu den Inseln im See und gründeten dort Städte. Bald entstand reger Handel zwischen den Bewohnern der Inseln. Die einzelnen Städte versuchten sich dabei gegenseitig zu übertreffen – das „Große Rad“ begann sich zu drehen und nahm an Schwung zu. Immer mehr Schiffe befuhren den Lupusmaniero, immer mehr Brücken verbanden die Inseln miteinander. Die Fahrrinnen wurden ständig für neue und größere Lastkähne der Hanse durch Baggerflöße verbreitert und vertieft. Das Holz für all dies kam über viele Generationen aus dem Gebirge. Alte Karten zeigten dort noch dichte Wälder. Mit jeder neuen Karte allerdings schmolz das Grün etwas mehr, bis sie schließlich das Gebirge zeigten, wie es den Bewohnern der Städte am Lupusmaniero wohlbekannt war: Die nahen Bergkuppen waren nun seit Generation nur noch von Gras und Büschen bewachsen. Zudem spülten die Regenschauer im Frühjahr und Herbst Erde von den Hängen und ließ diese noch kahler zurück.

Die Gebirgsflüsse wiederum jagten in beiden Jahreszeiten immer schneller durch den Lupusmaniero ins Meer und ließen seinen Pegel seither allmählich sinken. Noch zu den Zeiten ihrer Großeltern konnte man mit einem kleinen Satz direkt von den Kai-Mauern in den See hopsen, erinnerten sich die Ratsleute. Heute war das schon eher ein Sprung von einem dreistöckigen Turm.

Zugleich wurde es für die Städte auch schwieriger, ihr Trinkwasser direkt aus dem See zu schöpfen. Kein Wunder also, dass jede Stadt stets neue und tiefere Brunnen anlegte, um noch an sauberes Wasser zu gelangen. Die blauen Punkte auf den Karten der Reiche schienen sich mit jedem Jahr zu verdoppeln.

„Wir können das Rad sich nicht mehr weiterdrehen lassen wie bisher,“ beschloss der Rat der Hanse des Lupusmaniero, „sonst wird unser See in nur wenigen Generationen eine tote Pfütze. Lasst uns versuchen, nicht weitere Fehler zu machen und den Lupusmaniero zu erhalten.“ Darauf verfasste der Rat ein Schreiben an alle Bewohner der Inselstädte (klick)

Das Motto

„Leinen los, auf zu neuen Abenteuern!“ Das ist natürlich ein Spruch aus der Seefahrerei. Nicht nur Schiffe im Hafen legen ab und fahren ins offene Meer hinaus, sondern auch die Menschen, die sich auf dem Schiff befinden, betrifft das. Die Menschen mit ihren Träumen, Visionen, Ängsten und Hoffnungen. Leinen losmachen bedeutet, ins Ungewisse aufbrechen, Abenteuer erleben, einer neuen Zukunft entgegengehen. Und die Abenteuer warten überall – manche sichtbar und manche weniger sichtbar. Man muss sich nur trauen, seinen Hafen zu verlassen.

Das passt natürlich super zu der Spielidee des Bundeslagers: Sie beschäftigt sich mit einer Gesellschaft, die Raubbau mit ihrer Natur betreibt, auf die sie angewiesen ist. Umweltverschmutzung, Import aus der Zukunft, Rücksichtslosigkeit, eigener Vorteil Habgier, volle Fahrt voraus, hinein ins Verderben.

Aber die Natur macht sich bemerkbar, spätestens wenn das Leben nicht so laufen kann, wie geplant. Auf einmal muss man sein Handlungsmuster ändern und die alten Pfade verlassen und nach neuen Wegen suchen.

… und was hat das mit dem VCP zu tun?

Wir Pfadfinder gehen raus und erleben die Natur, Gottes Schöpfung. Wir erfahren die Welt und ihre Menschen und jedes Mal bevor wir uns auf Fahrt begeben, werfen wir unsere Leinen los, machen uns bereit für ein neues Abenteuer. Dieses Motto ist ein Teil unserer Lebenseinstellung, unserer Persönlichkeit und unserer Gemeinschaft, die wir leben.

Auf dem Bula in Almke kommt all das zusammen. Wir werden gemeinsam die Leinen losmachen und uns ins Abenteuer stürzen, um volle Fahrt voraus in die Zukunft zu steuern.

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